Daher
sei hier zunächst die reine Idee des Koexistenzialismus
präsentiert, ehe sie mit vorhandenen Denkmodellen
reflektiert werden wird – wie Hegels Synthese,
Yin & Yang Ltd. oder aber den Rhizomen eines Monsieur
Deleuze.
Koexistenzialismus
bejaht das „Sowohl...als auch“. Koexistenzialismus
berücksichtigt den situativen Ansatz: Ein und dasselbe
Ereignis und Erlebnis würde, geschähe es nur
eine Sekunde später, etwas unter Umständen
vollkommen anderes auslösen, da es auf eine ganz
andere Oberfläche prallen würde. Eine Oberfläche,
die auf Erlebnisse, Erfahrungen, Stimmungen und Kommunikationen
bestimmt ist und einer ständigen Bewegung unterliegt.
Der
Koexistenzialismus behauptet, dass jeder Mensch mehrere
Schichten EINER Persönlichkeit hat (NICHT mehrere
Persönlichkeiten), die aktiviert werden können
oder zeitlebens schlummern.
Der
Koexistenzialismus sieht Déjà-vu-Erlebnisse
als Indiz für die Richtungslosigkeit der Zeit an.
Der
Koexistenzialismus ahnt, dass dem Menschen nur fünf
von unendlich vielen Sinnen zur Verfügung gestellt
werden.
Der
Koexistenzialismus bejaht Gott als Lenker UND den Menschen
als Beeinflusser seines eigenen Schicksals.
Es
gibt so viele Wirklichkeiten wie Menschen multipliziert
mit der Zahl ihrer Persönlichkeitsschichten.