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Bei
einem Spaziergang am Ufer des Rheins in Feldkirch, schlenderten drei
junge Leute dem "Illspitz" entgegen, als eine Plastikflasche
gemütlich an Ihnen vorbei geschwemmt wurde. Plötzlich wurde
eine der drei von einem gewaltigen Geistesblitz getroffen: "Plastikflaschen
schwimmen so gut, dass man aus Ihnen ein tolles Boot bauen könnte.".
Die anderen zwei schauten sie ganz verdutzt an und dachten sich Ihren
Teil.
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Bei
einer gemütlichen Runde in einem Pub wurde der Rest der Clique
eingeweiht, und es wurde beschlossen den Plan in die Tat umzusetzen.
Fleißig wurden Plastikflaschen ausgetrunken, gesammelt und in
der ganzen Nachbarschaft zusammen getragen bis die "gesammelten
Werke" eine ganze Garage ausfüllten.
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Bevor
die Bauphase los ging stand man vor einem physikalischen Problem:
"Woher den Auftrieb nehmen, wenn nicht stehlen?". Nach
etlichen "Hin und Her´s" kam man schließlich
auf den Entschluss Schläuche von PKW-Reifen zu verwenden. Eifrig
wurden alle Reifenhändler der Region abgeklappert und um "Spenden"
gebeten.
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Bald musste man feststellen, dass man zwar genügend Flaschen
und Schläuche zur Verfügung hatte, jedoch es immer noch
nicht klar war, wie man diese aneinander befestigen kann, sodass
sie auch einem gewissen Wasserdruck bzw. Ladekapazität standhalten
können. Nach etlichen Testphasen in diversen Badewannen kam
man schließlich zu dem Entschluss, dass PU-Schaumstoff der
ideale Baustoff war.
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Nun ging
es los, die Bauphase hatte Ihren Anfang. Zuerst wurde eine Holzkonstruktion
aus alten Holzlatten zusammengebaut, worauf die aufgepumpten Schläuche
befestigt wurden. Zu guter Letzt wurden die Flaschen mittels PU-Schaumstoff
in mühevoller Kleinarbeit eingearbeitet
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Im Grunde
genommen keine allzu schwierige Sache, aber jeder, der einmal mit
PU-Schaumstoff gearbeitet hat, weiß, dass es einfach dazu gehört
danach eine Woche lang schwarze Hände zu haben.........und wenn
man bedenkt, dass ein jeder einem Beruf nachgeht wo es unerlässlich
ist saubere Hände zu haben, kann sich zusammen reimen wie das
ist, wenn man den ganzen Tag schwer daran hat seine Hände zu
verstecken.....nun ja, an dieser Stelle möchte ich noch eine
Entwarnung los werden...wir hatten doch nicht die mysteriöse
Handfäule..... |
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Sobald
"Emma I" fertig gestellt war, wurden ihre stolzen 4m Länge
und die 2m Breite mittels LKW in Wassernähe transportiert. Die
überraschend erfolgreiche Jungfernfahrt wurde so ordentlich gefeiert,
dass die Zollwache auf eine kurze Zwischeninspektion vorbei schaute...
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Der absolute
Höhepunkt im kurzen jedoch intensiven Leben der "Emma
I" sollte die Teilnahme an der Kübelregatta, eine Regatta
für Boote der Marke "Eigenbau", sein. Einige Wochenende
wurden damit verbracht, "Emma I" und deren Besatzung startklar
machen. Vor jedem Trainingslauf wurde der "Kübel"
auf das Autodach eines Peugeot 204 geschnallt und direkt ans Wasser
gefahren.....was immer wieder Massen von Schaulustigen anzog, die
sogleich zum Abladen eingeteilt wurden.
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Beim
Start wurde "Emma I" zuerst von allen Konkurrenten nur müde
belächelt, jedoch schon ein Probelauf war ausreichend um sie
zum Schweigen zu bringen. Denn wie sich herausstellte, war das "Müllboot"
nicht sehr groß aber umso robuster uns stabiler. All die großen
"Kübel" hatten aufgrund des starken Wellengangs andauernd
mit dem Gleichgewicht zu kämpfen, nicht so aber Emma I, sie hielt
sich selbst tapfer über Wasser und Ihre Besatzung trocken.
Als Draufgabe erreichte man auch noch den hervorragenden fünften
Platz. |
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Emma
I starb am 31.August durch einen Baggerunfall auf einer Mülldeponie...das
einzige was ewig bleiben wird, ist die Erinnerung und der Zusammenhalt
der durch die ganze Organisation, Bauphase und die gemeinsamen Stunden
auf hoher See gewonnen wurde.
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BESATZUNG:
Press
- Assistance: Desiree Breuss (19)
Capitain: Alexander Matt (20)
Fan-Assistance: Michaela Dietrich (21)
Navigator: Mario Badanjak (25)
Additional Slave and Photographer: Martin Heinz Kousek
Constructor: Betty Luger (22)
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